Eichenprozessionsspinner als Gefahr für Mensch und Tier

Alles zu den Gefahren dieses noch recht neuen Schädlings der durch seine Brenn Härchen einiges an Schaden verursachen kann bei Mensch und Tier.

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter aus der Unterfamilie der Prozessionsspinner und ist in den Eichenwäldern Süd- und Mitteleuropas heimisch. Aufgrund des Klimawandels breitet sich die Art weiter nördlich in Deutschland aus. Wer gerne in Parks oder Straßen mit vielen Eichen spazieren geht oder joggt, sollte diese Gebiete im Sommer, ab Mai, meiden oder sehr vorsichtig sein.

Inhaltsverzeichnis

Lebenszyklus der Eichenprozessionsspinner

Die Falter fliegen  von Juni bis August und legen ihre Eier an den Zweigen von Eichen ab. Die Raupen schlüpfen im Spätsommer und fressen sich dann an den Blättern der Eichen satt. Im Mai des Folgejahres verpuppen sie sich. Die Falter fliegen dann von Juni bis August und die ganze Prozedur beginnt wieder von vorne.

Die kleinen, gelb-braunen oder roten Raupen leben in Scharen zusammen und bewegen sich prozessionsartig hintereinander her. Dabei bilden sie giftige Haare, die beim Menschen zu Juckreiz und Entzündungen führen können. Die Raupen können bis zu fünf Zentimeter lang werden und je nach Art unterschiedlich gefärbt sein.

Die Falter der Eichenprozessionsspinner sind etwa 15 bis 20 Millimeter groß, braun gefärbt und an den Flügeln mit weißen Flecken gekennzeichnet. Ihr Lebensraum sind Wälder mit hohem Eichenanteil. Die Falter sind nachtaktiv und fliegen von Juni bis August. In dieser Zeit legen sie ihre Eier an den Zweigen der Eichen ab.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners erscheinen im Spätsommer und fressen sich an den Blättern der Eichen satt. Im Mai des Folgejahres verpuppen sie sich. Die Falter fliegen dann wieder von Juni bis August und die ganze Prozedur beginnt wieder von vorne.

Die Brennhaare dienen dabei primär dem Schutz vor Fressfeinden, wie z. B. Vögeln. Im Laufe des Lebenszyklus werden die Brennhaare immer giftiger. Die Raupen können ausgeschiedene Brennhaare über ihr Netzsystem an andere Artgenossen weiterleiten und so einen gemeinsamen Schutzschirm schaffen.

Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner?

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind von Natur aus mit gifigen Brennhaaren ausgestattet. Diese dienen der Verteidigung gegen Fressfeinde und schrecken auch Menschen ab, die die Tiere berühren möchten. Die Brennhaare sind an den Hinterleibspartien der Raupen angeordnet und können bei Bedrohung abgestreift werden. Wer in Kontakt mit den Haaren kommt, sollte die betroffenen Stellen sofort mit kaltem Wasser und Seife abwaschen. Die Brennhaare können nämlich zu starken Reizungen der Haut, der Atemwege und des Auges führen. In schweren Fällen kann es auch zu allergischen Reaktionen kommen.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners leben in Kolonien und ernähren sich von den Blättern der Eichen. Wenn die Tiere sich verpuppen wollen, spinnt jede Raupe einen Kokon, an dem sie dann mehrere Wochen lang hängt. Im Herbst fallen die Kokons herunter und die Raupen überwintern in ihnen. Die Gifthaare bleiben auch nach der Verpuppung erhalten und können noch Jahre lang giftig sein.

Ab dem dritten Larvenstadium bilden die Raupen Netze, in denen sie leben und sich auch fortpflanzen. Die Männchen spinnt ein kleineres Netz, in dem es nur zur Paarung bleibt. Die Weibchen produzieren dagegen ein großes Netz, in dem bis zu 1000 Eier abgelegt werden können. Die Eier werden von einem Sekret umhüllt und überwintern an den Zweigen der Eichen.

Kann man von Eichenprozessionsspinnern sterben?

Zwar kann der Kontakt mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners sehr unangenehm sein, doch ist er nicht lebensgefährlich. Sterben kann man nur, wenn man eine allergische Reaktion auf die Brennhaare hat. Diese können dann zu Atemnot und Herzrasen führen und im schlimmsten Fall sogar zum Kreislaufkollaps.

Für Tiere ist der Eichenprozessionsspinner eine große Gefahr. Vor allem Vögel, die die Brennhärchen des Nachtfalters fressen, sterben daran. Auch andere Kleintiere können von den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners gefährdet sein.

Hunde und Katzen sollten nach einem Spaziergang unbedingt abgesucht werden, da die Tiere die Brennhaare auch an ihrem Fell tragen können und diese dann beim Fellpflegen verschlucken können.

Wie lange ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können bis zu mehreren Jahren giftig bleiben. Daher ist es auch nach der Verpuppung noch möglich, dass die Tiere Menschen oder Tiere verletzen. Gerade der Wind trägt die Haare weit weg vom Ursprungsort und so kann es immer wieder zu Kontakten mit den Brennhaaren kommen.

Bis wann fliegen die Haare vom Eichenprozessionsspinner?

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können bei Bedrohung oder Berührung abgestreift werden. Die Tiere fliegen meist von Mai bis Juli, in schweren Fällen auch noch länger.

Da die Haare aber auch über Jahre noch giftig bleiben können, ist es auch nach der Flugzeit des Eichenprozessionsspinners noch möglich, dass Menschen oder Tiere in Kontakt mit den Brennhaaren kommen.

Welche Schäden hinterlässt der Eichenprozessionsspinner bei Eichen?

Die Eichenprozessionsspinner ernähren sich von den Blättern der Eichen. Dies kann zu schweren Schäden an den Bäumen führen, da die Tiere ganze Blattpartien abnagen. Die Eichen können dadurch absterben.

Insbesondere bei mehrmaligem Befall mit den Raupen werden die Eichen zunehmend geschwächt  und können dadurch auch anfälliger für Schädlinge und Pilzbefall werden. Die Eichenprozessionsspinner sind also nicht nur eine Gefahr für Menschen und Tiere, sondern auch für die Eichen selbst.

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Was tun bei einem konkreten Befall?

Wenn Sie in Kontakt mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners gekommen sind, sollten Sie sofort die betroffenen Stellen gründlich abwaschen. Diese können dann mit kaltem Wasser und Seife abgewaschen werden. Die Brennhaare können nämlich zu starken Reizungen der Haut, der Atemwege und des Auges führen. In schweren Fällen kann es auch zu allergischen Reaktionen kommen.

Wenn Sie einen Befall von Eichenprozessionsspinners bemerken, sollten Sie unbedingt die zuständige Behörde verständigen. Diese kann dann entscheiden, ob und wie der Befall bekämpft wird. In schweren Fällen kann es auch notwendig sein, dass ein Teil des betroffenen Gebietes abgesperrt wird. Eine Bekämpfung sollte nur durch ausgebildetes Fachpersonal, wie Kammerjäger, durch geführt werden.

Wie wird der Eichenprozessionsspinner bekämpft?

Der Eichenprozessionsspinner kann mit chemischen Mitteln bekämpft werden. Diese sollten aber nur von qualifiziertem Personal angewendet werden, da sie sonst sehr gefährlich sein können.

Auch eine mechanische Bekämpfung ist möglich. Hierbei werden die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit einem Staubsauger oder einer Kehrmaschine aufgesaugt und anschließend entsorgt. Diese Methode ist allerdings sehr aufwendig und nur in schweren Fällen sinnvoll.

Die beste Bekämpfungsmethode ist jedoch die Prävention. Hierbei sollten Menschen die betroffenen Gebiete meiden und Tiere nach einem Spaziergang immer gründlich abgesucht werden. Auch das Abdecken von Spielplätzen und Sandkästen kann sinnvoll sein, da die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners auch über lange Strecken vom Wind getragen werden können.

Eine Bekämpfung auf eigene Faust empfiehlt sich nicht , da die Mittel sehr gefährlich sein können und auch nicht immer wirklich effektiv sind. Zudem sollte man bedenken, dass die Brennhärchen des Eichenprozessionsspinners auch über Jahre noch giftig bleiben können. Daher ist es immer besser, einen fachkundigen Dienst zurate zu ziehen.

Dieser verwendet entsprechende Schutzkleidung  und Masken, um sich vor den Brennhaaren zu schützen.

Wer trägt die Behandlung?

Auf Privatgrundstücken ist der Eigentümer für die Schädlingsbekämpfung zuständig, im öffentlichem Raum geht diese Pflicht auf die entsprechenden Ämter über.

Meldepflichten

Ein Befall ist aktuell nicht meldepflichtig, trotzdem ist es ratsam, die entsprechenden Behörden darüber zu informieren. Nur so ist gewährleistet, dass entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können, von Absperrungen bis hin zur Bekämpfung oder das Anbringen von Warnschildern.

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