Pharaoameisen

Die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) zählt zu den kleinsten Ameisenarten und gehört zur Unterfamilie der Knotenameisen. Pharaoameisen bilden äußerst große Kolonien und nutzen die Struktur von Gebäuden, um sich unbemerkt und weitläufig auszubreiten – besonders in warmen Umgebungen.

Größe
2 bis 5 Millimeter
Farbe
Bernsteingelb
Gewicht
~ 4-12 Milligramm
Dringlichkeit
Hoch

Pharaoameisen im Überblick

Ursprünglich stammt sie aus Asien. Pharaoameisen treten in Lebensmittelgeschäften, Krankenhäusern, Tierhaltungsbetrieben ebenso wie in Privathaushalten und Hotels auf. Die Pharaoameise erlangte besondere Bekanntheit, weil sie in Krankenhäusern als Überträgerin von Infektionen eine bedeutende Rolle spielt.

Wissenswertes über Pharaoameisen

Arten und Unterscheidbarkeiten

Klasse
Insekten
Verbreitung
Weltweit
Besondere Merkmale
Überträgt potenzielle Krankheitserreger

Die bernsteinfarbene Pharaoameise gehört zu den besonders kleinen Ameisenarten. Sie sind bernsteinfarben, mit einem häufig etwas dunkleren und manchmal leicht gestreiftem Hinterleib. Arbeiterinnen erreichen lediglich eine Größe von etwa 2 mm und sind mit bloßem Auge meist nur bei genauem Hinsehen zu erkennen. Die Königinnen sind mit 4 bis 5 mm etwas größer. Neben der geringen Größe ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal, dass die Pharaoameise zwei Petiole hat (kugelföörmige Struktur, die den Brustteil mit dem Hinterleib verbindet). Viele andere Ameisenarten haben hingegen nur ein Petiolus.

Lebensweise und -zyklus

Ernährungstyp
Omnivor
Lebensdauer
3-12 Monate
Natürliche Feinde
Spinnen, Frösche

Pharaoameisen zählen zu den staatenbildenden Insekten. Eine einzelne Kolonie kann aus bis zu 2.500 Arbeiterinnen bestehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ameisenarten verhalten sich die Arbeiterinnen gegenüber fremden Pharaoameisen nicht aggressiv und verteidigen ihr Revier nicht. Dadurch ist es möglich, dass mehrere Kolonien dicht beieinander existieren, ohne sich gegenseitig zu bekämpfen. Die Nester der Pharaoameisen befinden sich häufig gut verborgen in kleinsten Hohlräumen. Oft wird ihr Vorhandensein erst durch die typischen „Ameisenstraßen“ sichtbar – meist zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Population bereits stark vergrößert hat.

Die Pharaoameise ist ein Allesfresser mit einer Vorliebe für zucker- und eiweißreiche Nahrung. Sie macht jedoch auch vor anderen Lebensmitteln keinen Halt und nutzt nahezu jede verfügbare Nahrungsquelle. Ursprünglich aus feuchtwarmen Regionen stammend, ist die Pharaoameise in unserem Klima nicht winterfest und kann nur in dauerhaft gleichmäßig beheizten Innenräumen überleben.

Im Spätsommer oder Herbst beginnen die Königinnen damit, Eier zu legen, aus denen sowohl Männchen als auch fortpflanzungsfähige Weibchen hervorgehen. Die vollständige Entwicklung – über Larven- und Puppenstadium hinweg, dauert etwa 38 bis 45 Tage. Während Arbeiterinnen in der Regel rund drei Monate leben, können Königinnen ein Lebensalter von etwa einem Jahr erreichen.

Sobald ein Nest eine bestimmte Größe erreicht hat, trennen sich einige Arbeiterinnen gemeinsam mit einer oder mehreren Königinnen vom ursprünglichen Volk und gründen sogenannte Zweignester. Auf diese Weise kann es in einem einzigen Gebäude zu einer Vielzahl von Nestern kommen.

Gefahren

Pharaoameisen gelten in bestimmten Situationen nicht nur als Materialschädlinge, sondern sogar als Gesundheitsschädlinge. Die Ameisen könnten in Krankenhäusern, Wohnräumen und Hotels auftreten oder dem Lebensmittelhandel durch das Verunreinigen oder Beschädigen von Lebensmitteln zum Problem werden. Besonders kritisch ist ihr Auftreten in medizinischen Einrichtungen sowie in Tierhaltungen und -zuchten, da sie dort Keime übertragen können. In Krankenhäusern kann die Pharaoameise ein ernstzunehmendes Risiko darstellen. Sie wird von Blut und eitrigen Wundsekreten angezogen und kann unter Verbände von Patientinnen und Patienten kriechen. Aufgrund ihrer winzigen Körpergröße ist sie zudem in der Lage, in empfindliche medizinische Geräte wie Katheter oder Kanülen einzudringen und diese zu verunreinigen. Da die Ameise potenziell Krankheitserreger übertragen kann, wird sie in medizinischen Einrichtungen gezielt bekämpft.

Für betroffene Patientinnen und Patienten ist es zudem äußerst unangenehm, wenn sich die Ameisen unter Gipsverbänden oder an Wundrändern zu schaffen machen, was Juckreiz auslöst und zusätzlich das Risiko einer Keimübertragung erhöht.

Auch technische Geräte sind nicht vor ihr sicher. Die warmen Innentemperaturen von Computern ziehen Pharaoameisen an. Gelangen sie ins Innere, können sie dort Kurzschlüsse verursachen, die zu Systemausfällen oder sogar Bränden führen. In Häusern ist der bauliche Schaden und die Verunreinigung von Vorräten das größte Problem.

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