Vögel füttern ohne Ratten: 4 Expertentipps für den Winter

Ratten suchen im Winter gezielt nach Energie. Offene Futterstellen für Vögel lösen dabei schnell eine Plage aus. SchädlingsHero zeigt, wie Hygiene und die richtige Technik effektiv davor schützen.

Winterhilfe mit Risiken

Viele Tierfreunde wollen die heimischen Wildvögel im Winter bei der Nahrungssuche unterstützen und bringen Vogelfutter aus. Diese Einladung kann aber auch von unerwünschten Gästen angenommen werden. 

Denn Ratten suchen in der Kälte ebenfalls Nahrung. Dabei sind sie in großen Privatgärten ebenso aktiv wie in Wohnanlagen, in Parks oder auf Balkonen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Vögel füttern ohne Ratten anzulocken.

Inhaltsverzeichnis

Warum zieht Vogelfutter Ratten an?

Ratten brauchen im Winter extrem viel Energie für ihren Wärmehaushalt. Hochwertiges Vogelfutter liefert genau diesen Treibstoff. Besonders fettige Meisenknödel und ölhaltige Kerne wirken wie Magnete auf die Nager. Ihre feinen Nasen wittern die Kalorienbomben über große Entfernungen. In der kalten Jahreszeit kommen sie so schnell und einfach an lebenswichtige Nahrung. Vor allem am Boden verstreutes Vogelfutter bietet eine attraktive Nahrungsquelle. Als Allesfresser sind sie dabei nicht mal wählerisch. Doch warum das gefährlich werden kann: Die Nager sind ernstzunehmende Gesundheits- & Materialschädlinge.

Eine stetige Futterquelle signalisiert Ratten einen idealen Lebensraum. Sie siedeln sich dauerhaft an, vermehren sich und dringen auf ihrer Suche nach Schutz oft auch in umliegende Gebäude ein. So wird das Problem vor der Tür schnell zur Gefahr im eigenen Haus.

Maßnahmen: So gelingt die Vogelfütterung ohne Ratten anzulocken

Ein rundum rattensicherer Futterplatz entsteht durch das Zusammenspiel von vier Faktoren. Fütterungsart und Standort legen die Basis für den Erfolg. Hygiene und das passende Futter vervollständigen das Konzept.

1. Die optimale Fütterungs-Strategie

Die Wahl der Fütterungsmethode entscheidet über den Erfolg. Finden Ratten einen einfachen Weg zur Nahrung, kommen sie garantiert wieder.

  • Vogelhäuschen sind die Klassiker unter den Fütterungsmethoden. Durch die oft sehr offene Bauweise ist es für Nager ein Leichtes an das Futter zu kommen. Hinzu kommt, dass die Vogelnahrung auch viel leichter hinausfällt.
  • Futtersilos eignen sich besser als offene Vogelhäuschen. Das Futter rutscht nur bei Bedarf nach. Die Vögel sitzen auf schmalen Stangen und koten nicht in die Nahrung. Das erhöht gleichzeitig die Hygiene für die Vögel selbst.
  • Fensterfutterstellen bzw. Saugnapf-Halter eignen sich gut, da glatte Fensterscheiben für Ratten unüberwindbar sind.
  • Offene Futterschalen bieten Ratten den leichtesten Zugang zum Futter und stellen somit das größte Risiko für einen Befall dar.
  • Spezielle Bodenfutterspender mit Schutzkorb hingegen lassen kleine Vögel durch und sperren Ratten aus.
  • Freihängendes Futter wie Meisenknödel und Futterketten erschwert Nagern den Zugriff, solange es an dünnen Ästen frei schwingt und somit nicht als Beute verschleppt werden kann.

Doch selbst die beste Fütterungsmethode lässt sich noch optimieren. Um Ihre Futterstelle wirklich rattensicher zu machen, sollten Sie folgende Ergänzungen in Betracht ziehen:

  • Auffangschalen unter den jeweiligen Futterspendern verhindern das Herabfallen von Körnern auf den Boden. Ratten finden dann dort keine Nahrung.
  • Glatte Metallstangen oder Manschetten am Ständer machen das Hochklettern für Nager unmöglich. So lässt sich der Vogelfutterplatz rattensicher gestalten.
  • Schutzkörbe (Drahtkäfige) um die Futterröhre herum gewähren nur kleinen Singvögeln Durchlass, blockieren aber den direkten Zugriff für Ratten.

2. Der passende Standort ist entscheidend

Ratten sind richtige Akrobaten und dazu noch sehr intelligent. Achten Sie bei der Platzierung der Futterstelle auf folgende Punkte:

  • Hängend statt stehend: Hängen Sie Futterspender oder die beliebten Meisenknödel (am besten ohne Netz) an dünnen Ästen oder glatten Stangen auf. Ratten sind zwar gute Kletterer, aber freischwingende Säulen erschweren den Zugang.
  • Abstand zum Boden: Das Vogelfutter sollte dabei hoch genug hängen, damit Ratten nicht einfach hochspringen können.
  • Abstand zu Unterschlupfmöglichkeiten und Kletterhilfen: Vermeiden Sie Futterstellen, die zu nah an Büschen oder Sträuchern positioniert sind. Aus der sicheren Deckung heraus erreichen die Nager die Futterquelle spielend leicht.
  • Wechseln Sie den Standort der Futterstelle regelmäßig, damit sich Rattenwege nicht etablieren.

3. Sauberkeit ist das A und O

Vor allem heruntergefallenes Vogelfutter zieht die Nagetiere an. Eine der wichtigsten Regeln ist deshalb, die Futterstelle so sauber wie möglich zu halten. Das gelingt mit folgenden Tipps:

  • Füttern Sie nur so viel, wie die Vögel an einem Tag fressen.
  • Entfernen Sie die Reste am Abend.
  • Füttern Sie nicht am Boden ohne speziellen Spender hierfür.
  • Reinigen Sie den Boden unter dem Futterhaus täglich.
  • Entfernen Sie auch liegengebliebenes Fallobst.

4. Das beste Vogelfutter im Winter

Die erste Wahl sind hier schalenlose Futtermischungen. Vögel fressen geschälte Sonnenblumenkerne oder Erdnussbruch meist komplett auf. Somit bleibt kein Abfall für die Ratten liegen.

Günstiges Vogelfutter für Wildvögel enthält oft Getreidekörner als Füllstoff. Viele Gartenvögel mögen diese aber gar nicht. Sie werfen das Getreide vom Futterplatz auf den Boden, wo es die Ratten anlockt.

Auch hochwertige Meisenknödel ohne Plastiknetz liefern viel Energie ohne Reste. Aber auch für Ratten sind sie besonders attraktiv. Achten Sie deshalb auf die richtige Platzierung, um die Nager nicht anzulocken. Qualität im Futterhaus sorgt also direkt für weniger Schädlinge am Boden.

Weitere Informationen und Tipps zur Vogelfütterung finden Sie im Leitfaden des NABU.

Ratte frisst heruntergefallenes Vogelfutter

Rechtliche Grenzen der Winterhilfe

Vögel füttern ist grundsätzlich erlaubt und gilt als gesellschaftlich akzeptiert. Doch Rücksichtnahme spielt eine große Rolle. Verschmutzungen zum Beispiel auf dem Balkon des Nachbarn führen schnell zu Streit.

Ein Rattenbefall ändert die rechtliche Lage sofort. Ist nachweisbar, dass falsch ausgelegtes Futter die Ursache für Ratten im Garten ist, haftet oft der Verursacher. Das bedeutet: Vermieter oder Behörden können nicht nur aussprechen, dass Vögel füttern wegen Ratten verboten ist, sondern Sie unter Umständen auch verpflichten, die Kosten für den professionellen Einsatz der Rattenbekämpfung zu übernehmen. Sauberkeit beim Vogelfüttern schützt also nicht nur vor Nagern, sondern verhindert auch teuren rechtlichen Ärger.

Vorbeugung und schnelle Hilfe im Ernstfall

Eine sichere Vogelfütterung erfordert Planung und das richtige Zubehör. Sauberkeit und Rattenprävention gehen hierbei Hand in Hand. Wer Futterreste am Boden vermeidet und klettersichere Silos nutzt, hilft den Vögeln ohne Risiko. Vorbeugendes Handeln verhindert Stress mit den Nagern und unnötige Ausgaben der Bekämpfung.

Sind die Nager bereits eingezogen, reicht Vorbeugung allein nicht mehr aus. Unser detaillierter Ratgeber zum Thema Ratten im Garten liefert konkrete Strategien für die Bekämpfung und erklärt Schritt für Schritt, wie der Außenbereich wieder schädlingsfrei wird. Ist der Befall zu groß, hilft nur schnelles Handeln durch Experten wie SchädlingsHero, um die Ratten wieder loszuwerden.

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Sophie Scharrer

Schädlingsexpertin bei SchädlingsHero

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