Das diesjährige Wespenvorkommen bundesweit
Das letzte starke Wespenjahr war 2022. Die Jahre darauf – 2023 und 2024 – fielen im Vergleich merklich schwächer aus. In diesem Jahr schien es zunächst so, als würde wieder ein sehr starkes Wespenjahr bevorstehen. Auch wenn die Anzahl der Anfragen bis Mai größtenteils verhalten war, ging es im Juni steil bergauf – und dann Anfang Juli genauso steil bergab.
Der größte Einfluss war hierbei vermutlich das „nasskalte“ Wetter: Mit vielen Regentagen und hohen Niederschlagswerten bundesweit, sowie einer etwas kühleren Durchschnittstemperatur hatten die Wespen im Juli keine guten Bedingungen. Hinzu kommt, dass Wespennester in dieser Zeit auch seltener bemerkt werden – vor allem im Außenbereich, da sich die Menschen dann weniger dort aufhalten. Der Juni hingegen war recht warm und trocken und auch die Monate davor boten den Wespen gute Bedingungen, was ein großer Treiber des starken Anstiegs war.
Das Wespenvorkommen im Vergleich zum Vorjahr
Zum Start des Jahres verhielt sich der Anteil der Anfragen zur Nestentfernung ähnlich wie im Vorjahr – generell ist die Zahl der Fälle von Wespennestern im Winter und Frühjahr sehr begrenzt. Sobald die Temperaturen steigen, treffen auch die ersten Meldungen und Anfragen ein. In diesem Jahr waren die ersten beiden Frühjahrs-Monate etwas weniger stark als im Vorjahr – das könnte vor allem mit der geringeren Temperatur zu tun haben. Denn 2024 war bereits der Februar verhältnismäßig warm, während die Temperatur in diesem Jahr erst im März anstieg.
Im Juni allerdings stiegen die Wespenanfragen, wie beschrieben, über einen kurzen Zeitraum sehr stark an. Infolgedessen lagen die Werte im Juni über dem Vorjahresniveau – ein ähnlich deutlicher Anstieg wie im „Wespenjahr“ 2022. Ende Juni bis Anfang Juli erreichten die Zahlen ihren bisherigen Höhepunkt. Hier erreichte das Nachfragevolumen für den kurzen Zeitraum einer Woche Werte wie 2022 – nur dass diese damals mehrere Wochen anhielten.
Der Juli fiel jedoch wiederum im Vorjahr deutlich stärker aus, was den Anteil der Wespenanfragen anging – hier waren vor allem die Wetterbedingungen 2024 deutlich besser für die Wespenvölker.

Regionale Verteilung und Unterschiede
Wie wir jedes Jahr wieder sehen, zeigt das Wespenvorkommen in Deutschland deutliche regionale Unterschiede. Während einige Bundesländer von einem starken Wespenjahr berichten und wir dort verhältnismäßig viele Anfragen erhalten, fällt es in anderen Regionen sehr schwach aus. Grund hierfür sind einerseits unterschiedliche Wetterbedingungen, jedoch auch gleichbleibende regionale Besonderheiten wie Bevölkerungsdichte – denn Wespen fühlen sich in leicht besiedelten Regionen in der Regel wohler.
Die Spitzenreiter mit dem höchsten Anteil an Wespenanfragen sind in diesem Jahr bis dato Hessen und Niedersachsen – dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen. Aber auch die beiden südlichen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern liegen nur ein paar Prozentpunkte dahinter – auch bei Ihnen liegt der Anteil von Anfragen zur Wespennestentfernung bei über 30 Prozent. Im vergangenen Jahr war Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, das Bundesland mit den verhältnismäßig meisten Wespenanfragen.
Im Vergleich zum Vorjahr fallen die regionalen Unterschiede in diesem Jahr jedoch geringer aus. Einzig Berlin sticht mit einem sehr geringen Anteil weiterhin hervor – obwohl er in diesem Jahr etwas höher liegt als im Vorjahr. Mit 23 Prozent bleibt Berlin aber dennoch weit hinter den restlichen Bundesländern zurück.

Ausblick
Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung für August und die folgenden Monate aussehen wird. Mit dem beginnenden positiven Wetterumschwung sehen wir bereits, dass auch die Anzahl der Wespenanfragen wieder zunimmt.
In den vergangenen Jahren lag der Höhepunkt mehrheitlich im Juli oder August. Sollte der August weiterhin warm und nicht zu feucht werden, kann die Anzahl der Wespenanfragen durchaus nochmals zunehmen. Denn wie bereits erwähnt spielt das Wetter auch insofern eine Rolle, dass Wespennester bei schlechtem Wetter oft nicht entdeckt werden – zum Beispiel, wenn sie sich im Garten befinden.
Ob das Volumen nochmals einen Höhepunkt wie 2022 oder Ende Juni diesen Jahres erreicht, ist noch nicht abzusehen und wird sich im Laufe des Monats zeigen. Da das Sommerwetter dieses Jahr jedoch recht früh begonnen hat, kann es auch gut sein, dass die „Wespensaison“ sich in diesem Jahr auch schon früher dem Ende neigt, als es im vergangenen Jahr der Fall war.
Hintergrundinformationen
Über den Report
Die Daten unseres Reports basieren auf Kundenanfragen, die im Jahr 2024 und im Jahr 2025 bis zum (einschließlich) 31. Juli 2025 im gesamten Bundesgebiet bei uns eingegangen sind.
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Sophie Scharrer
Marketing & Kommunikation





