Flohbisse: Flöhe erkennen und schnell handeln

Bei starkem, langanhaltendem Juckreiz kann es sich um Flöhe handeln! Lernen Sie, wie Sie einen Flohbefall erkennen und Flöhe von anderen blutsaugenden Insekten unterscheiden können.

Flöhe erkennen: Flohbisse und andere Symptome

Sie lösen Juckreiz aus, können Krankheiten übertragen und sind leicht zu übersehen. Flöhe zählen hierzulande zu den lästigsten Schädlingen, die nicht in Ihre vier Wände gehören. Haben Sie Flöhe erkennen können, ist es an der Zeit für einen professionellen Kammerjäger. Sie sind geschult darin, Flöhe im Haus effektiv zu bekämpfen und langfristig zu verbannen.

In Deutschland gibt es sieben Floharten: Unter anderem den Hunde- und Hühnerfloh, wobei der Katzenfloh und Vogelfloh am verbreitetsten sind. In diesem Beitrag fokussieren wir uns auf den Menschenfloh. Tierflöhe gehen in der Regel nämlich nicht auf den Menschen. Ausnahmen sind denkbar, sofern kein anderer Wirt vorhanden ist – dennoch ist es selbst in diesem Fall unwahrscheinlich. Hier erfahren Sie, wie Sie Flöhe erkennen, wie die Tiere aussehen und wie sie sich von anderen Insekten unterscheiden lassen.

Inhaltsverzeichnis

Wie sehen Flöhe aus?

Flöhe erkennen Sie an ihrer kleinen Größe zwischen zwei und vier Millimeter. Ihr Farbspektrum bewegt sich zwischen Rot, Braun und Schwarz. Die Tiere haben keine Flügel, springen jedoch dank ihrer kräftigen Hinterbeine bis zu einem halben Meter weit.

Charakteristisch für die Schädlinge ist zum einen der harte Chitinpanzer, der das Zerdrücken der Tiere erschwert. Zum anderen zeichnen sich Flöhe durch ihren seitlich abgeflachten Körper aus, mit dem sie sich durch Fell und Haar vorarbeiten. Schließlich haben sie nach hinten gerichtete Borsten und Zahnkämme, die ihnen darin Halt bieten.

Wo kommen Menschenflöhe her?

Menschenflöhe finden viele Wege, um es sich in Ihrem Haus gemütlich zu machen. Haben Sie einen Garten, können Flöhe auf dem Gras lauern und Sie anspringen. Aber auch bei den weiter entfernten Sitzgelegenheiten treiben die Parasiten durchaus ihr Unwesen.

Kinder spielen gerne auf Spielplätzen und in der Natur, beispielsweise im Wald. Dort können sie ebenfalls mit Flöhen in Kontakt kommen und sie anschließend mit nach Hause bringen. Üblicherweise werden Häuser in der Sommerzeit mit ansteigenden Temperaturen von Flöhen befallen. Bemerken Sie die Schädlinge erst im Winter, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Floheier bereits Wochen zuvor gelegt wurden.

Wo verstecken sich Flöhe?

Menschenflöhe zählen zu den Nestflöhen und leben gerne in den abgedunkelten, trockenen und ruhigen Bereichen des Hauses. Sie halten sich vorzugsweise in der Nähe der Matratze, in Teppichen sowie in Polstermöbeln auf. Außerdem fühlen sich Flöhe im Bett wohl, da sie dort ihrem Wirt nah sind.

Die Schädlinge sind darüber hinaus sehr lichtscheu. Aus diesem Grund verlassen sie ihre Nester meistens nachts, und zwar allein, um Menschen zu stechen und ihr Blut zu saugen. Deswegen kann es gut sein, dass trotz Flohbissen keine Flöhe zu sehen sind.

Wovon ernähren sich Flöhe?

Menschenflöhe gehören zu den obligaten Parasiten. Das bedeutet, dass sie ohne Wirt nicht überlebensfähig sind und sich nicht vermehren. In diesem Fall ernähren sie sich von Menschenblut. Haben sie in einem Haus ihre neue Nahrungsquelle gefunden, saugen sie gegebenenfalls sogar mehrmals am Tag. Prinzipiell überleben sie jedoch auch mehrere Monate ohne Nahrung.

Flohlarven hingegen ernähren sich nicht von Blut. Sie fressen organisches Material wie die Hautschuppen ihrer Wirte oder den Flohkot von ausgewachsenen Tieren.

Wohin legen Flöhe ihre Eier?

Menschenflöhe legen ihre Eier für gewöhnlich direkt in ihren Nestern ab. Die Floheier erkennen Sie nur schwer, denn sie sind nur etwa 0,5 Millimeter klein, oval und weiß. Circa drei bis zehn Tage später entstehen daraus Flohlarven. Zunächst sind sie ebenfalls noch weiß und werden durch ihre Nahrungsaufnahme allmählich dunkler. Sie haben Borsten, jedoch keine Augen oder Beine.

Flöhe leben bis zu 1,5 Jahre lang und legen in dieser Zeit unter optimalen Bedingungen bis zu 400 Floheier. Dabei hinterlassen die Weibchen die Eier in Paketen mit jeweils acht bis zehn Eiern. Abhängig von Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und Nahrungsangebot dauert die Entwicklung vom Ei über die Larve und Puppe bis hin zum ausgewachsenen Floh bis zu mehreren Monaten – im besten Fall aber nur wenige Tage.

Wie erkennt man einen Flohbefall?

Bevor Sie zum Hörer greifen und einen Kammerjäger bestellen, machen Sie sich im ersten Schritt mit Sicherheit selbst darüber Gedanken, welcher Parasit sich in Ihrem Haus eingenistet hat. Anhand der folgenden Zeichen lassen sich Flöhe erkennen und die Schädlinge in der Wohnung identifizieren:

  • Springende Insekten: Menschenflöhe sind eigentlich lichtscheu und nachtaktiv. Dennoch könnten Sie gelegentlich einem kleinen, springenden Insekten begegnen. Sie erinnern sich: Die Parasiten sind zwei bis vier Millimeter groß und können weit springen.
  • Flohbisse: Die Stiche werden umgangssprachlich als Flohbisse bezeichnet. Die Parasiten beißen allerdings nicht zu, sondern haben einen Stechrüssel. Flohbisse erkennen Sie daran, dass sie über den ganzen Körper verteilt sind. Symptome für Flöhe bei Menschen sind starker Juckreiz, Quaddeln und kleine Blutungen an der Einstichstelle. Meist sind die Flohbisse in Gruppen angeordnet, wodurch sogenannte Flohstraßen entstehen. Das geht darauf zurück, dass die Schädlinge zunächst Probestiche machen.
  • Flohkot im Bett: Flöhe im Bett erkennen Sie an den Kotresten, die in Form von kleinen schwarzen Punkten auf der ganzen Matratze verteilt sind. Zerdrücken Sie den Flohkot mithilfe eines feuchten Papiers, kommt eine Färbung im Bereich Rot, Orange und Braun zum Vorschein, welche durch das gesaugte und dann ausgeschiedene und getrocknete Blut entsteht. Alternativ machen sich Flöhe im Bett mit ihren weißen Eiern bemerkbar. Sie legen sie dort ab, wo ihre Nester sind. Leben mehrere Personen in einem Haushalt, ist durch die Verteilung der Eier eine Übertragung der Flöhe von Mensch zu Mensch nicht ausgeschlossen.
  • Larven auf Teppichen und anderen Polstermöbeln: Zugegeben ist es schwierig, die winzigen Eier und Larven auf Textilien ausfindig zu machen: insbesondere auf flauschigen Hochflorteppichen. Behalten Sie jedoch im Hinterkopf, dass es durchaus möglich ist, die Floheier und Larven anhand ihrer weißen Gestalt zu sehen.

Wie kann man Flohbisse von Bettwanzenbissen, Mückenstichen und anderen Insekten unterscheiden?

Es plagen Sie juckende Stellen an Ihrem Körper. Sie sind sich allerdings nicht sicher, ob es sich um einen Flohbiss handelt? Allein anhand der Hautreaktion Flöhe zu erkennen, ist nicht möglich. Dennoch hinterlassen die einzelnen Insekten typische Spuren, die einen Befund vereinfachen.

Flohbiss oder Bettwanze?

Sowohl Flöhe als auch Bettwanzen stechen meist mehrere Male zu. Der Unterschied zum Flohbiss ist, dass Bettwanzenbisse für gewöhnlich an unbekleideten Stellen am Körper auftauchen. Für Flöhe sind Textilien jedoch kein Hindernis. Hinzu kommt, dass Bettwanzen gerne auf dem gesamten Rumpf und Flöhe hingegen bevorzugen oft Füße, Knöchel und Beine. An den Bissen allein ist eine Unterscheidung in der Regel jedoch schwierig. Achten Sie auch auf andere Hinweise oder beauftragen Sie einen Kammerjäger. Dieser kann die Blutsauger richtig identifizieren und bekämpfen.

Flohbiss oder Mückenstich?

Stellen Sie vereinzelte Bisse am gesamten Körper fest, haben Sie es wahrscheinlich mit Mücken zu tun. Anders als Flohbisse treten sie meist nicht gruppiert oder in einer Reihe auf. Häufig ist auch die Reaktion auf einen Mückenstich nicht so extrem wie die Reaktion auf einen Flohbiss (Juckreiz, Quaddelbildung, …).

Flohbiss oder Sandfloh?

Sandflöhe kommen überwiegend in feuchten und warmen Gebieten vor. Eine potenzielle Folge ist die Hautkrankheit Tungiasis, die Flecken und Beulen am Fuß oder Unterschenkel hervorruft. Nach Deutschland werden Sie durch Urlauber gebracht, weswegen Tungiasis als Reisekrankheit gilt. Im Gegensatz zu Menschenflöhen saugen Sandflöhe nicht nur Blut, sondern bohren sich dazu noch in die Fußsohle oder zwischen den Zehen in die Haut. Dort legen sie ihre Eier ab, wo sie anschließend innerhalb von etwa vier Wochen bis zur Größe eines Kirschkerns heranwachsen. Im Falle einer solchen Infektion muss der Sandfloh von einem Arzt entfernt werden.

Flohbiss oder Milbe?

Milben sind in Betten keine Seltenheit. Normalerweise spüren Sie die Tiere aber nicht. Hiervon ausgenommen sind Menschen, die an einer Hausstaubmilbenallergie leiden. Allerdings hinterlassen Milben keine Bisse und machen sich in diesem Fall durch Juckreiz bemerkbar.

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Sind Flöhe für den Menschen gefährlich?

Einst galten Flöhe als Überträger der Pest. Das ist heute nicht mehr der Fall. Trotzdem sollten Sie den Parasiten nicht unterschätzen, da er weiterhin zahlreiche Krankheitserreger übertragen kann. Flöhe erkennen Sie an Symptomen wie Juckreiz und Haarausfall bis hin zu schwerwiegenden allergischen Kontaktekzemen oder dem Gurkenkernbandwurm beim versehentlichen Verschlucken eines Flohs.

Auch nach einem Besuch in tropischen Urlaubsländern können Flöhe nach Hause verschleppt werden. Das Umweltbundesamt warnt hier beispielsweise vor dem murinen Fleckfieber. Nachdem Sie Flöhe erkannt haben, sollten Sie ihre Bekämpfung in die Hände eines professionellen Schädlingsbekämpfers legen.

Flöhe erkennen: Professionelle Kammerjäger vertreiben die Parasiten aus Ihren vier Wänden

Wie Sie sehen, gibt es einige Anzeichen, anhand derer Sie Flöhe in der Wohnung erkennen. Besteht der Verdacht auf einen Flohbefall, kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über unser Kontaktformular. Wir bei SchädlingsHero haben ein breites Netzwerk an erfahrenen Kammerjägern, die genau wissen, wie sie Flöhe vertreiben.

Bei unseren Einsätzen kommen ausschließlich professionelle und erprobte Methoden zum Einsatz. Mehr darüber, inklusive der Preiseinschätzung je nach Ausmaß des Befalls, erfahren Sie hier.

Häufig gestellte Fragen

Wie sieht ein Flohbiss aus?

Das Aussehen eines Flohbisses ist durch einen kleinen punktförmigen Einstich mit umliegender Rötung gekennzeichnet. Typisch für Flohbisse beim Menschen sind mehrere nebeneinander. Kurz nach dem Einstich entstehen häufig Quaddeln, die sich anschließend zu Papeln entwickeln. Dies sind erhabene Verdickungen der Haut.

Sind Flöhe meldepflichtig?

Keine Flohart ist in Deutschland oder Europa geschützt. Daher gibt es für Sie keine Meldepflicht bei den zuständigen Behörden.

Darf man mit Flöhen arbeiten gehen?

Auch wenn Sie einen Flohbefall vermuten oder festgestellt haben, dürfen Sie ruhigen Gewissens zur Arbeit gehen. Da Flöhe nicht auf Menschen leben und ihre Nester nur zum Blutsaugen verlassen, besteht hier keine Gefahr für Ihre Kolleginnen und Kollegen.

Sind Flöhe mit bloßem Auge sichtbar?

Flöhe sind durchaus mit bloßem Auge sichtbar. Je nachdem, wo die Parasiten ihre Eier ablegen, bekommen Sie die Tiere unter Umständen aber gar nicht zu Gesicht. Liegt kein konkreter Verdacht vor, sind die Tiere leicht zu übersehen.

Können Flöhe fliegen?

Flöhe können nicht fliegen, da sie keine Flügel haben. Dafür sind sie mit ihren kräftigen Hinterbeinen in der Lage, bis zu einem halben Meter weit zu springen.

Können Menschen Flöhe bekommen?

Menschenflöhe leben nicht auf ihrem Wirt, sondern in ihren Nestern. Daher ist es – anders als bei Tierflöhen, die häufig auf ihrem Wirt leben – nicht ganz richtig zu sagen, dass Menschen Flöhe bekommen. Vielmehr nisten sich die Parasiten in Ihren Häusern ein und belästigen Sie durch Flohbisse.

Hat Ihre Katze oder Ihr Hund Flöhe, so kann es in Ausnahmefällen durchaus vorkommen, dass sich ein Floh auch an Ihnen vergreift, wenn der eigentliche Wirt nicht zur Verfügung steht. Sie nisten sich jedoch in der Regel nicht auf dem Menschen ein, sondern verlassen den Körper wieder.

Gehen Flöhe auf Menschenhaare?

Prinzipiell können Flohbisse auch auf der Kopfhaut auftreten. Aufgrund ihres seitlich abgeflachten Körpers arbeiten sich die Tiere leicht durch Fell und Haare. Bei Juckreiz in den Haaren und auf dem Kopf sollten Sie jedoch eher prüfen, ob es sich um einen Läusebefall handelt.

Sind Flöhe bei Katzen auf Menschen übertragbar?

Grundsätzlich ist es nicht auszuschließen, dass Flöhe von Katzen und anderen Haustieren auf den Menschen übertragbar sind. Fehlt es den Schädlingen an Wirten, können sie potenziell auf den Menschen ausweichen. Erfahrungsgemäß passiert das allerdings selten. Zur Sicherheit können Sie Ihre Katze mit einem Anti-Flohmittel behandeln, wie beispielsweise dem natürlichen Anti-Flohspray von unserem Partner Futura.

Wie lange überleben Flöhe ohne Wirt?

Menschenflöhe überleben mehrere Monate ohne Wirt. Hat sich ein Floh bei Ihnen zu Hause eingenistet, wird er aber bei Gelegenheit so oft wie möglich zustechen.

Wie lange überleben Flöhe in der Wohnung?

Flöhe haben eine Lebenszeit von bis zu 1,5 Jahren, was in der Praxis häufig nicht erreicht wird. Die meisten Tiere leben etwa drei Monate – bei besseren Bedingungen aber auch länger.


Sophie Scharrer

Schädlingsexpertin bei SchädlingsHero

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